Viel zitiert aber einfach wahr: „Es waren drei göttliche Wesen, die nahmen uns die Sorge ab, es waren Trommel, Tanz und Gesang“… afrikanisches Sprichwort.

 

Im Jahr 2000 besuchte ich zufällig ein Konzert, 3 Tage später saß ich im Anfänger-Kurs...
Die Djembé ist musikalisch gesehen meine zweite große Liebe, und ein Leben ohne Djembé kann ich mir nicht mehr vorstellen. So viel Feuerwerk, so viel Kraft und Lebensfreude- wow!

 

Die Djembé stammt ursprünglich aus einem relativ kleinen Gebiet in Guinea, dem Hochland. Dort sind auch die drei Basstrommeln (Doundoun, Sangban und Kenkeni) beheimatet.
Und heute werden diese Trommeln weltweit gespielt und geliebt.
Aber es verwundert nicht, die Djembé und ihre traditionelle Musik sind ansteckend, schlimmer als jedes Virus und wesentlich gesünder!

 

Zu dem Thema gibt es ja inzwischen Studien, die belegen, das Trommeln tatsächlich gesünder macht. Jeden, der selbst trommelt, wundert das nicht. Für mich ist Musikmachen und auch das Musiklernen hohe Konzentration und somit völlige Hingabe an den Moment. Ich habe gar keine Chance, irgendwo anders zu sein als im "Hier und Jetzt", und das entspannt mich sehr.

Ich denke, dass auch die hochgradig strukturierte Musik einen großen Teil zum Gesundwerden beiträgt. Wir Menschen leben in einer Welt mit vielen Rhythmen. Nehmen wir unsere zivilisierten Rhythmen mal raus, bleibt die Natur übrig, und in diesen, für uns biologische Wesen absolut normalen Rhythmen, können wir entspannt leben. Aber unsere zivilisierte Welt drückt uns Rhythmen auf, die unnatürlich sind, die nicht zu unseren biologischen Gepflogenheiten passen. Ich weiß gar nicht, ob unsere Welt wirklich zu schnell geworden ist, vielleicht ist sie auch einfach unrhythmisch oder chaotisch geworden. Unrhythmische oder gar chaotische Musik gefällt nur wenigen Menschen, und ob sie ihnen wirklich auch gut tut, wage ich zu bezweifeln, zumindest, wenn es zum Dauerhören kommt.

Daher kommt uns eine stark rhythmusbetonte Musik, besonders in der heutigen Zeit, sehr zugute!

 

Die wichtigsten Begleiter der Djembé sind die drei Basstrommeln, durch ihr Zusammenspiel ergibt sich die Melodie eines Rhythmus. Gepaart mit den Schlägen der Glocken und den Djembé-Stimmen ergibt sich das so typisch westafrikanische Klangbild.

Traditionell würde die Doundoun (die Größte) auf dem Boden liegend gespielt (also, die Trommel liegt auf dem Boden- nicht der Spieler ;-)), die beiden anderen werden umgehängt.
Wenn die Doundoun auf dem Boden liegt ist der Sound besser, aber auf dem Ständer liegend ist der Spielkomfort doch um einiges höher.

 

Selten hört man Basstrommeln ohne den durchdringenden Klang der Malinké-Glocken.
Früher waren die Glocken sehr groß, armlang und entsprechend laut. So waren viele
Basstrommelspieler früher auf dem linken Ohr taub, denn damals lagen die Glocken auch noch nicht
auf den Trommeln, sondern wurden über die linke Schulter gehängt und waren somit noch näher am
Ohr.
Die heutigen Glocken sind wesentlich kürzer und entsprechend leiser, obwohl man von leise ja wirklich
nicht reden kann.

Auch die Krin ist in Westafrika weit verbreitet, und wird oft mit Djembé und Basstrommeln kombiniert. Der Sound erinnert an einen Specht. Sie wird zum Spielen traditionell auf den Fußknöcheln gehalten; sehr bequem ist das nicht. Aber man kann sie auch auf einem Hocker oder Ständer liegend spielen, oder sich auch umhängen.

 

Die größten Krins erreichen mehrere Meter Länge und sind entsprechend laut und wurden als Signalgeber benutzt. Mit kleineren Modellen vertreiben Kinder lästige Affenhorden aus Maisfeldern.